Seit Corona entwickelt, wurde im Mai 2023 das eCockpit offiziell online gestellt – gemeinsam mit dem Kärntner Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, dem Präsident des SWV Kärnten und Vizepräsident der Wirtschaftskammer KommR. Fredy Trey, weiterer prominenter Unterstützung und dem Entwicklungsteam (Video von damals: https://www.youtube.com/watch?v=uzSQfnaklEk).
Anlass war die Feier zum 10jährigen Bestehen der Firma AHK Softwaregutachten.at e.U., unserer Basis, unserer Firma und gleichsam die Denkwerkstatt, mit dem wir das Projekt vorangetrieben haben.
Was damals als klares Signal gedacht war – digitale Werkzeuge aus Kärnten für Kärntner Betriebe – ist seither zu einer stabilen, praxisbewährten Plattform gewachsen.
Dieser Bericht blickt zurück auf die Entwicklung seit diesem Zeitpunkt und zeigt, warum eCockpit heute von realen Kundinnen und Kunden produktiv eingesetzt wird.
Der Startpunkt: Mai 2023
Bewusst kein „fertiges Produkt“
Als eCockpit im Mai 2023 online ging, war eines von Anfang an klar:
Es sollte kein überladenes System werden, sondern ein klar strukturiertes Werkzeug, das mit echten Anforderungen wächst.
Obwohl die Idee für das eCockpit seit 2007 im Kopf des Firmeninhabers Dr. Horst Kandutsch reift, war der öffentliche Start kein Abschluss, sondern ein Startschuss:
- für kontinuierliche Weiterentwicklung
- für unmittelbares Kundenfeedback
- für kurze Wege zwischen Nutzung und Verbesserung

Bereits zu diesem Zeitpunkt war eCockpit so stabil, dass es real eingesetzt werden konnte – aber offen genug, um gezielt mit seinen ersten Kunden und deren Anforderungen weiterentwickelt zu werden.
Entwicklung aus der Praxis – nicht vom Reißbrett
Seit dem Start wurde eCockpit nicht nach einem starren Masterplan, sondern entlang realer Nutzung weiterentwickelt.
Typische Rückmeldungen waren:
- „Das brauchen wir im Alltag.“
- „Hier verlieren wir Zeit.“
- „Das sollte einfacher gehen.“
- „Das wäre für unsere Abrechnung wichtig.“
Genau diese Rückmeldungen sind in die Entwicklung eingeflossen.
Das Ergebnis:
Monat für Monat Erweiterungen, Anpassungen und Verbesserungen, die aus der Praxis entstanden sind – dokumentiert durch hunderte Commits und Releases.
Von Kernfunktionen zu integrierten Prozessen
Was sich besonders deutlich zeigt:
eCockpit ist organisch gewachsen, nicht explodiert.
Anfangs im Fokus:
- Kontakte (Personen & Organisationen)
- Journal & Dokumentation
- Telefon- und Kommunikationslogik
- Grundlegende Aufgaben- und Leistungsverwaltung
Schrittweise ergänzt:
- Angebote, Rechnungen, Lieferscheine
- Arbeitszeit- und Leistungsabrechnung
- Projekt- und Aufgabenlogik
- Kalender, Termine und Planung
- Newsletter & Kundenkommunikation
- Exporte (CSV, Buchhaltung)
- Mobile Optimierungen
- Detailfunktionen für reale Sonderfälle
Jede dieser Erweiterungen hatte einen konkreten Anlass – meist ausgelöst durch Kundinnen und Kunden, die eCockpit bereits produktiv nutzten. Das hat natürlich auch einen Nachteil, ein vollständiges und nachvollziehbares Benutzerhandbuch gibt es derzeit noch nicht. Sobald etwas fertig war, änderte sich das GUI, die Beschreibung war nicht mehr 100% richtig, oder es gab sogar eine Funktion, die den Workflow überflüssig machte. Eine Detektei, oder besser gesagt ein Privatdetektiv zum Beispiel, erklärte uns, dass er nicht aus Angeboten erst Aufgaben generieren möchte, die dann abarbeiten, um sie dann zu verrechnen. Er möchte direkt Angebote abrechnen können. Ein Technik-Händler und Installateur schloss sich dem an und erklärte außerdem, dass er Angebote nicht immer neu schreiben möchte, ein Projektsetting bleibt immer ähnlich, er will es kopieren. Ein Gebäudereiniger schloss sich an – kurzerhand wurde der Workflow umgeändert: Angebote können und dupliziert und kopiert werden. Das machte die Beschreibung „Aufgabe generieren + Firmenabrechnung“ zwar nicht obsolet, aber „outdated“.

Wir programmieren lieber, anstatt zu beschreiben, daran müssen wir 2026 bewusst und mit Nachdruck arbeiten!
Stabilität vor Show – ein bewusster Zugang
Ein zentrales Merkmal der Entwicklung war immer:
Stabilität geht vor Marketing-Features.
Das zeigt sich besonders deutlich in:
- wiederkehrenden Bugfix-Phasen
- Performance-Optimierungen
- Refactorings großer Funktionsbereiche
- sauberen Umstellungen (z. B. State-Management, Mobile Views, Kalender, Rechnungslogik)
Viele dieser Arbeiten sind für Außenstehende unsichtbar, aber für Nutzerinnen und Nutzer entscheidend:
- weniger Fehler
- nachvollziehbares Verhalten
- verlässliche Ergebnisse
Ein wenig Show musste schon auch sein, so konnten wir die Jury von 2Min2Mio-Event in Wien durchaus für uns gewinnen, seht selbst:
(Horst Kandutsch präsentierte mit Nico Wiunig (hinten links) das eCockpit bei den Pitching-Days in Wien. Die Jury, allen voran Bernd Hinteregger waren ausgesprochen positiv.)
Heute: Ein Werkzeug, das genutzt wird
Heute ist eCockpit kein Prototyp mehr – sondern:
- wird von mehreren Kunden produktiv eingesetzt
- begleitet reale Geschäftsprozesse
- bildet Arbeitszeiten, Leistungen, Abrechnung und Kommunikation ab
- wächst weiterhin kontrolliert und gezielt
Wichtig dabei:
Die Entwicklung ist nicht abgeschlossen, aber sie ist reif.
eCockpit ist kein „ewiges Beta“, sondern ein System,
- das funktioniert,
- das weiterentwickelt wird,
- und das seine Grenzen kennt – und gezielt verschiebt.
Hin und wieder – und das sind absolute Highlights – werden Ideen in „langen Nächten“ umgesetzt. Das mündet nur dann nicht in ein „Beta“, wenn zum Testen und zur Fehlerfreiheit genug Zeit bleibt. Hier wird im jeweiligen Team von 17:00 Uhr bis es nicht mehr geht, in der Regel 4 Uhr in der Früh, in kurzweiligen Sprints gearbeitet und GROSSARTIGES geschaffen, hier ein Foto der ersten langen Nacht vor ein paar Jahren:

Warum dieser Weg Vertrauen schafft
Viele Softwareprodukte scheitern nicht an Ideen, sondern an:
- Überfrachtung
- fehlendem Praxisbezug
- mangelnder Pflege nach dem Launch
eCockpit ist den umgekehrten Weg gegangen:
- überschaubar gestartet
- mit echten Nutzer:innen gewachsen
- kontinuierlich verbessert
- transparent entwickelt
Das macht eCockpit heute besonders interessant für:
- kleine und mittlere Betriebe
- Dienstleister
- Organisationen, die Klarheit statt Komplexität suchen
Ausblick
Der Blick zurück zeigt vor allem eines:
eCockpit ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis konsequenter, kundennaher Entwicklungsarbeit.
Die nächsten Schritte bauen genau darauf auf:
- weitere Vereinfachungen & Benutzungs-Handbuch
- bessere Automatisierung
- noch stärkere Verzahnung der bestehenden Funktionen
Nicht schneller.
Sondern sinnvoller.