
Geschichte des eCockpit – ein Biotext (ohne KI)
2007 war es, als mich ein Angebot der Baufirma Steba Bau GmbH erreichte, vom damaligen Inhaber und Geschäftsführer Siegfried Konstantinovics. Es ging um die Sanierung meines Wohnhauses und Büros. Ein katastrophaler Zettel, aber inhaltlich gut, ich habe es angenommen. Kurze Zeit später kam die erste Abrechnung, wieder so ein grauenvoller Zettel, ich benötigte eine Korrektur – unmöglich, erklärte er: „Erst am Schluss oder bei der nächsten Teilrechnung.“
Ich hätte also die falsche Rechnung zahlen sollen, bei der folgenden hätte er dann vielleicht etwas ausgebessert.
Ich kannte den guten Siegfried damals ja noch nicht, also undenkbar, dass ich mich darauf hätte eingelassen. Sehr zum Unmut seiner beiden Damen, die er im Backoffice beschäftigte. Die mussten jetzt weitere Schmierzettel erstellen, um mich als unguten Auftraggeber und unwilligen Zahler zufrieden zu stellen.
Das muss besser gehen, beschloss ich frisch von der Uni, als Fan von solchen Rechnungssystemen und sogleich ging ich ans Werk. Siegfried befragte ich, was er denn von seinem Backoffice-System brauchen würde, und schon entwarfen wir das „Schatten-ERP“. Liebevoll genannt, denn Siegfried wollte die Nachverfolgbarkeit für das Finanzamt nicht implementiert haben, außerdem bereits gestellte Rechnungen korrigieren können (!). Also die PDFs wieder aufbrechen und Rechnungspositionen verschieben, streichen oder anders bepreisen. Als fleißiger Programmierer habe ich das sofort umgesetzt – zum Glück ging genau dieses System nie in Betrieb, denn das ist natürlich ungesetzlich, das weiß ich heute.
Der Grundstein für ein Standardsystem für Klein- und Mittelbetriebe war aber gelegt und der Bedarf war geklärt… ich gründete eine Firma und weil ichschlagartig unter fantastischer Auftragslage gelitten habe, kümmerte ich mich erstmal um Websites, Social Media, andere Softwareprojekte – das Schatten-ERP wuchs nur gedanklich und wissenschaftlich. Als iCKM präsentierte ich mit Fokus auf Customer Knowledgemanagement und Bedienbarkeit einmal bei einer Konferenz in Madrid, im Rahmen meiner Dissertation einmal die Anforderungen und den Sourcecode in Paris, usw.

Für uns, also für Softwaregutachten selbst kam es zum Einsatz, tat täglich seine Arbeit und rechnete brav unsere Kunden automatisch ab. Es lernte und wurde weiterprogrammiert – speziell, als wir entdeckten, dass unsere Kunden sehr schlau ihre Wartungspauschalen geschickt mehrfach konsumierten, indem sie mit unterschiedlichen Aufgaben unterschiedliche Mitarbeiter gleichzeitig beauftragten. Am Ende der Woche berichteten ab und an drei Kollegen, dass sie im Rahmen der Wartungspauschale für ein und denselben Kunden Anforderungen zu dessen Zufriedenheit erledigt hätten, natürlich sehr zu meinem Missfallen, denn eine Pauschale ist eine Pauschale ist eine Pauschale… ich blieb auf den Kosten sitzen, unser ERP musste hier schlauer werden. Fahrtenbuch, Produkte, Kommunikation, Leistungszeiten und Mitarbeiter-Koordination wurden verbessert und so wuchs es weiter.
2020 – Corona holte zum Schlag aus
… und wir hingen wirklich in den Seilen! Gerade erst haben wir unser Kundencenter in Klagenfurt fertig gebaut und eröffnet, die Fixkosten sind angelaufen, auf Grund des Umbaus bilanzierten wir im Vorjahr nicht sehr positiv, ergo war auch keine Corona-Unterstützung zu erwarten, und alles war schlagartig aus. Diesen großen Schock überwand ich, indem ich beschloss zu programmieren. Das eCockpit braucht noch mehr Komponenten, die nun auch das verteilte Arbeiten aus den Homeoffices heraus unterstützen würden, mehr Transparenz innerhalb der Firma – dieser Optimierungswille (oder Wahn) und die „freie Zeit“, die der Lockdown zu verantworten hatte, brachte das Schatten-ERP ein riesiges Stück weiter, und jetzt ging es als „eCockpit“ intern online. Meine Forms-Anwendung spielte alle Stückerln, inklusive Zeiterfassung und Kundenlaufzettel, Angebots- und Abrechnungsworkflow waren geboren, das Lager war implementiert, Auswertungen wurden zum Thema…

Noch im selben Jahr, nach diesen Lockdown-Spielchen sah einer unserer Kunden das eCockpit auf dem Monitor im Besprechungsraum. Er kam spontan vorbei, platzte ins Teammeeting, sah den Mitarbeiterauslastungs-Monitor und war begeistert: „Das brauche ich auch! Aber mit elektronischem Lieferschein…“ – die Geburtsstunde des Produkts „eCockpit“. Wir entwickelten für den technischen Dienstleister Klaus T. das erste Kundenportal und schon bald kam der nächste Interessent: „Ich brauche etwas um schnell Angebote und Rechnungen zu schreiben, das mit dem Schreib- und Tabellenprogramm ist keine Ordnung!“ – ja, da hatten wir ja nun etwas…
2023 – Das eCockpit wird zum Produkt
Im Team entschieden wir, dass das eCockpit aber nicht als Formsanwendung wird überleben können. Wir brauchen eine moderne Webanwendung, eine App am Handy, die Datenbank sollte aber der SQL-Server bleiben – und schon wurde das eCockpit umgeschrieben und schließlich 2023 auf dem Markt platziert. Der erste große Kunde kam aus Wien, er ist bis heute der größte und wir freuen uns ihn hin und wieder servicieren. Die meisten Anfragen sind schnell geklärt, denn es handelt sich oft um Feature-Requests, und diese Features sind oft schon implementiert, nur leider weiß der Kunde noch nicht, dass sein eCockpit zum Beispiel schon einen E-Mail-Client implementiert oder einen KI-Assistenten bietet – Wer liest schon Newsletter? Ich verstehe das, und persönlicher Kontakt ist durch nichts zu ersetzen!

Heute bietet das eCockpit bis zu 31 Module, die auf Wunsch ein- oder ausgeblendet werden können, damit die Oberfläche übersichtlich bleibt. Wenn jemand das Flottenmanagement etwa nicht braucht, dann muss er es auch nicht im Menübaum stehen haben. Aktuell setzen wir gerade die Schnittstelle zu Shopify im Kundenauftrag um. WooCommerce haben wir integriert, dieser Kunde hat aber mehrere Shopify-Shops, die er gerne steuern möchte.
2026 – Wohin führt die Reise mit dem ecoPilot
Weiters warten wir seit zwei Wochen (09.06.2026) auf eine Antwort von FinTech, der Umsetzungsfirma von der Finanzmarktaufsicht FMA – es geht um die Freischaltung des Bank-Konto-Abgleichs, sowie auf eine Antwort von Google – es geht um die App im Playstore. Hier tun sich also weiterhin erstaunliche Dinge… das eCockpit blüht und gedeiht also, je schneller man an Bord ist, desto günstiger fährt man. Die ursprünglichen Abos mit 49 Euro/Monat (bzw. 99 Euro premium) bleiben – das ist der Preis für unsere early Birds gewesen und wir sind ihnen für ihre Treue dankbar. Mittlerweile mussten wir auf Grund der Funktionalität den Preis in mehreren Stufen bereits auf 99 Euro (bzw. 199 Euro premium) anheben…

Das Programmier-Team ist im Kern zwar immer das gleiche, es ist uns aber ein besonderes Anliegen allen Kolleginnen und Kollegen zu danken, die ein Stück des Weges mit uns gegangen sind und das eCockpit mit Ideen und Engagement bereichert haben. Die „langen Nächte des eCockpits“ waren fantastisch – es wird wieder mal Zeit für so eine explizite Programmiersession! Feature-Alarm!
Heuer, Ende 2026 werden wir außerdem unser Kundencenter in Wien (Nähe Matzleinsdorferplatz) eröffnen, ein Tribut an die vielen Kunden, die uns in Wien die Treue halten – und wer weiß was folgt. Bleibt gespannt!